Gerald Preinfalk, Sopransaxofon, Klarinette 
Antoni Donchev, Klavier
Georg Breinschmid, Kontrabass

 

Veranstalter: Musica Viva
Eintritt: 10 Euro / Schüler und Studenten: 5 Euro

 

Georg Breinschmid ist einer der führenden österreichischen Jazzmusiker , einer der vielseitigsten und virtuosesten Bassisten auf internationalem Parkett. Seine neueste Kreation ist das Trio BREIN´S CAFÉ, „ein weiteres alchemistisches Tonikum aus dem Breinschmidschen Ideenlaboratorium, das die Wiedererkennbarkeit von Klassik, Jazz und World-Music schabernackisch durcheinandersprudelt: Musik, die perlt, funkelt, sprüht – und bei und wegen und trotz höchster Kenner- und Könnerschaft das Publikum widerstandslos in sich hineinschluckt.“

Brein’s Café interpretiert fast ausschließlich Kompositionen ihres Namensgebers und Bassisten, es handelt sich wohl um dessen verspieltestes, elegantestes und vielleicht verführerischstes Bandprojekt. Pannonische und französische Gipsy-Tradition, beschwingte Musette und hatschertes Wienerlied-Melos sowie die aus seinem Schaffen nicht mehr wegzuhörende, vor allem rhythmische Balkanophilie sind nicht bloß Formen, die er spielt, sondern mit denen er spielt, in schmetterlingshaftem, freiem Improvisationsflug, über ausgefuchste kontrapunktische Arrangements hinweg. Dazwischen immer wieder aberwitzige Songs wie etwa sein „Komisches Wienerlied“, Breinschmids Hommage an Schönberg und Webern in – wie passender? – Wienerliedform, bei welchen er mit Bravour das Erbe eines Georg Kreisler antritt. Auch sein Faible für die klassische Moderne blitzt bei Brein’s Café immer wieder auf, allerdings nicht gravitätisch-ernst, sondern mit schalkhafter Zerstörungsfreude und sinnlichen Grooves.
Langer Rede kurzer Sinn: ein weiteres alchemistisches Tonikum aus dem Breinschmidschen Ideenlaboratorium, das die Wiedererkennbarkeit von Klassik, Jazz und World-Music schabernackisch durcheinandersprudelt: Musik, die perlt, funkelt, sprüht – und bei und wegen und trotz höchster Kenner- und Könnerschaft das Publikum widerstandslos in sich hineinschluckt.

Georg Breinschmid - Kontrabass
Georg Breinschmid wurde 1973 geboren und lebt in Wien. Er ist einer der führenden österreichischen Jazzmusiker auf internationalem Parkett. Breinschmid studierte klassischen Kontrabass an der Wiener Musikhochschule und war während des Studiums als Substitut in verschiedenen Wiener Orchestern (Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker u.a.) sowie auch kammermusikalisch, u.a. beim Amadeus-Ensemble, dem Ensemble Kontrapunkte und dem Ensemble Die Reihe, tätig. Gleichzeitig betätigte er sich auch bereits als Jazzmusiker und arbeitete u.a. mit dem Geiger Zipflo Weinrich zusammen. Von 1994 bis 1996 war er im Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester engagiert, von 1996 bis 1998 bei den Wiener Philharmonikern. Er entschloss sich bald, der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren und sich verstärkt seiner Leidenschaft für den Jazz zu widmen. Seit 1999 ist Georg Breinschmid freiberuflicher Jazzmusiker und tritt als einer der vielseitigsten und virtuosesten Bassisten der internationalen Jazzszene hervor. Er arbeitete u.a. mit Archie Shepp, Charlie Mariano, Kenny Drew jr., Biréli Lagrène, Wolfgang Muthspiel, Triology, Megablast u.v.a. zusammen. Von 1999 bis 2006 war er ständiger Kontrabassist des Vienna Art Orchestra. Seit ca. 2005 tritt Georg Breinschmid auch verstärkt als Komponist hervor, wobei seine besondere Affinität u.a. auch der Wiener Musik und dem Wienerlied gilt. Seine Kompositionen werden auch von anderen Formationen, z.B. dem Ensemble Amarcord Wien, dem Duo „Bach & Bosnisch“ oder dem Ensemble Bass Instinct aufgeführt und auch auf CD eingespielt. Die Liebe zu Wien und seiner musikalischen Tradition findet auch in seinem CD-Projekt “Wien bleibt Krk” (2008) Eingang. Im Jahr 2002 erhielt Georg Breinschmid zusammen mit Arkady Shilkloper und Alegre Correa im Rahmen des Hans Koller-Preises die Auszeichnung “CD of the year” für “Mauve”. Beim selben Preis gewann er im darauffolgenden Jahr in der Kategorie “Newcomer of the Year”. 2007 und 2009 war Georg Breinschmid beim Hans Koller-Preis in der Sparte “Musiker des Jahres” nominiert, 2009 als Bassist des Christian Muthspiel Trios auch für die “CD des Jahres” (für “Against The Wind – The Music of Pirchner & Pepl”). 2010 erscheint die Doppel-DVD „Georg Breinschmid Live“ sowie das Doppel-CD-Set „Brein’s World“, das in Europa und auch Übersee hymnische Kritiken erntet. Im Mai 2010 tritt Georg Breinschmid mit seinem Trio Brein’s Café bei der Eröffnung der Wiener Festwochen auf, die von einem Millionenpublikum in ganz Europa live im TV gesehen wird. Weiters absolviert er TV-Auftritte in den Sendungen „Annettes DaschSalon“ und der NDR-Literaturmatinee „Herbstblätter“, in denen Breinschmid im Duo mit dem Geiger Daniel Hope verschiedene Eigenkompositionen zum Besten gibt. Insidern und Kritikern gleichermaßen gelten Georg Breinschmids unorthodoxe Kompositionen zurzeit als interessanteste Entwicklung im zeitgenössischen Jazz überhaupt.

Gerald Preinfalk, Sopransaxofon, Klarinette
geboren 1971, stammt aus Zulissen bei Freistadt in Oberösterreich. Seine musikalische Laufbahn begann mit neun Jahren und wurde 1990 mit dem Studium an der Universität für Musik in Wien bei Oto Vrhovnik und Wolfgang Puschnig zur Berufung. Jazz und französisch klassisches Saxophon waren die Zweige, welche ihn 1993 zum Auslandsstipendium an das Berklee College of Music zur Jazzikone George Garzone in Boston (USA) und 1998 nach Paris – für klassisches Saxophon – zu Serge Bertocchi führten. Zurück in Wien bildeten diese beiden Genres seither – mal mehr, mal weniger ausgewogen – seinen Tätigkeitsbereich. Seit dem Jahr 2000 ist Preinfalk Mitglied des Klangforum Wien, einem der renommiertesten Ensembles für zeitgenössische klassische Musik. Gastspiele führten ihn zu Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonieorchester Wien, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz und Neuen Musikensembles im Raum Wien (u.a. Die Reihe Wien, Ensemble 21.Jhdt, Ensemble Kontrapunkte, Wiener Saxophonquartett). Komponisten wie Bernhard Lang, Roland Freisitzer und Norbert Sterk komponierten für ihn Solo-Stücke. Im Jazzgenre spielte er bei Bigbands wie dem Vienna Art Orchestra, der Bigband Nouvelle Cousine, sowie in Ensembles mit Django Bates, Peter Madsen, Don Byron, George Garzone, Christian Muthspiel, Terry Bozzio, Alex Machacek, Savina Yannatou und Lucia Pulido u. A. 2001 wurde Preinfalk mit dem "Hans Koller-Preis" in der Gattung "Newcomer des Jahres" für Jazz ausgezeichnet. Neben Arrangements jüdischer Lieder mit Texten von 1952 unter Stalin ermordeten Dichtern („Moscow 52“, „BUKOVINA III“), komponierte Preinfalk auch fürs Theater: Am Wiener Volkstheater schrieb er die Musik zu „Peer Gynt“, „Hiob“ und „Du bleibst bei mir“ – jeweils in der Regie von Michael Sturminger. Lesungen mit SchauspielerInnen wie Nicole Heesters, Martin Schwab und Petra Morzé runden seinen Tätigkeitsbereich auf improvisatorischer Seite ab. Im kommerzielleren Bereich arbeitet(e) er auch mit nationalen Größen wie Willi Resetarits und Maria Bill.

Eigene Musik-Projekte Preinfalks waren: „Paier/Preinfalk Project“ (2000), „More than Tango“ und „Saion“ (2004), „Tangogo“ (2005) sowie „Giuffre Zone“ (2006). Seit 2007 besteht ein besonderes Projekt mit dem brasilianischen Gitarristen Alegre Correa, welches 2009 durch Alune Wade (Senegal) und Klemens Bittmann (Steiermark) zum Quartett erweitert wurde. Seit 2011 ist Gerald Preinfalk Professor für klassisches Saxophon an der Kunstuniversität Graz.

Antoni Donchev, Pianist, Komponist, Arrangeur, Dirigent
Der Name von Antoni Donchev ist stark mit allen renommierten Jazz Preisen in Bulgarien in den vergangenen Jahren verbunden. Sein Stern am musikalischen Horizont ging auf als er seine "Acoustic Version" Jazz Formation gruendete, dessen allererster Auftritt auf einer Europaeischen Buehne beim Grand Prix at the Jazz Contest in Belgien 1985 ausgezeichnet wurde. Ein Jahr spaeter bekam "Acoustic Version" eine weitere – diesmal noch angesehenere – Auszeichnung von einer Jury unter dem Vorsitz der bekannten Kritiker Joachim-Ernst Berendt und Pavel Brodovski: den Titel "Europe's Young Jazz Artist of 1986" beim Grand Prix of the International Jazz Federation. Eine aussergewoehnlich fruchtbare Periode folgte, in welcher Antoni Donchev und "Acoustic Version" grosse Erfolge bei zahlreichen weltbekannten Jazz Festivals hatten: Ost - West in Nuernberg, Jazz Yatra in Bombay und Delhi, Jazz Jamboree in Warsaw, Prague Jazz Festival, Jazz Fair in Zagreb, Moscow, Hannover, Roermond, Tbilisi, Thessaloniki, Istanbul u. a. Neben seinen Aktivitaeten mit "Acoustic Version" realisiert Antoni Donchev zahlreiche andere Projekte mit Musikern aus Europa und den USA (Kenny Wheeler, George Garzone, Tomasz Stanko, Tommy Smith, Glen Moore, Georg Breinschmid, Vladimir Tarasov, Petras Vysniauskas, Reiner Winterschladen, Eric Vloeimans, Lars Danielson, Ivo Papazov, Zoltan Lantos, Andy Schofeild, NDR Big Band u. a.); er bringt auch ihm gewidmete Klavierkonzerte zur Auffuehrung und komponiert Musik fuer Filme und Theater. Er hat CDs fuer BMG, Sony Music, Polysound, Kukermusic, Elenmusic, Balkantone etc. produziert. In den letzten Jahren entstand eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Regisseur Teddy Moscov. Moskov's Inszenierung von "Swan Songs" im Schauspielhaus Duesseldorf, "Macbu" am Bremer Theater, sowie "Home No13", "Blue in blue" und "Cyrano" im Thalia Theater in Hamburg wurden von der Deutschen Kritik hoch gelobt. Seit 2010 unterrichtet Antoni Donchev eine Klavierklasse an der National Academy of Music in Sofia und ist der Leiter der Bulgarian National Radio Big Band.

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